31. Juli 2015

SVN History

Heinz 009

Fußball hat in Neuerburg schon eine lange Tradition. Schon in den 1920er Jahren formierte sich in der DJK eine Fußballmannschaft die regelmäßig zu Spielen antrat.

Wir versuchen diese Chronik stetig zu erweitern und Bildmaterial hier zu veröffentlichen. Wir bitten jeden, der hierzu was beitragen kann das auch zu tun. Sei es mit Anekdoten, Geschichten, Texten oder Bildern. Auch zu dem bereits veröffentlichen Bildmaterial brauchen wir noch Informationen, wer kann Orte und Personen auf den Bildern benennen? Nutzt dazu doch einfach die Kommentarfunktion, oder mailt uns an markus.jungbluth@sv-neuerburg.de

Wir danken unteranderem Manfred Eltges, der uns viele diese Bilder zur Verfügung gestellt hat.

SVN History

Vor 1930:

Die Anfänge des Fußballsports gehen bis in Jahre 1923/24 zurück. In dieser Zeit formierte sich eine Mannschaft, welche der DJK angegliedert und deren Präses Pfarrer Kaufmann in Bombogen war.

Die Begeisterung unter der Jugend war so groß, daß man z.B. 45 Trikots auf einmal bestellen musste und eine eigene „Knüppelmusik“ (Spielmannszug) begleitete die Mannschaft mit klingendem Spiel zu vielen Festen und Turnieren in die nähre Heimat.

Josef Bauer, 1. Vorsitzender des späteren Sportvereins, war seinerzeit mehrere Jahre Spielführer der Mannschaft.

Es gab jedoch damals keinen geregelten Spielbetrieb. Dazu kam, daß man auf irgendeiner ebenen Wiese spielen musste. Fußballplätze waren zu der Zeit eine Seltenheit. Und so war es nicht verwunderlich, daß das Interesse bald merklich nachließ, zumal die sich abzeichnende politische Veränderung in Deutschland die Arbeit der DJK erschwerte und später ganz unmöglich machte.

1936

Nach dem nun folgenden Dornröschenschlaf wurden in der Mitte der 30er Jahre auch in Neuerburg die Bestrebungen unter den Anhängern und Freunden des Fußballsportes, einen eigenen Verein ins Leben zu rufen, immer stärker. 1936 war es dann auch soweit; unter dem Vorsitz von Jakob Bastgen wurde der „SV Neuerburg 1936“ gegründet.

Schon nach kurzer Zeit wurden über 50 Mitglieder gezählt, und bald konnte eine spielstarke 1. Mannschaft aufgeboten werden, welche durch ihren sportlichen Ehrgeiz und ihr faires Verhalten in der hiesigen Kreisklasse allgemein geachtet war. Gespielt wurde auf einem gepachteten Wiesengelände unterhalb des Dorfes in der Gemarkung „Hinzling“.

Doch in erfolgreiche sportliche Arbeit brach schon nach kurzer Zeit der 2. Weltkrieg mit seinen unheilvollen Folgen ein. Durch die Einberufung der meisten jungen Spieler in die damalige Wehrmacht wurde ein geregelter Spielbetrieb unmöglich und mußte bald darauf gänzlich eingestellt werden. Von 1937 bis zur zwangsläufigen Ruhe der sportlichen Tätigkei (etwa 1940) leitete Josef Bauer die Geschicke des Vereins.

nach 1945

Nach Kriegsende waren es die aus der Gefangenschaft heimkehrenden Mitglieder des SV Neuerburg 1936, welche bemüht waren, den Verein mit neuem Leben zu erfüllen. Doch der Aderlaß war zu groß, sind doch nicht weniger als 18 Vereinsangehörige aus dem Krieg nicht mehr zurückgekehrt. Auch in den Nachbardörfern waren die Verhältnisse ähnlich, und so lag es nahe, daß sich die Sportjugend mehrerer Gemeinden im Juni 1946 zu einer spielstarken Mannschaft verband.

Der damals äußerst erfolgreichen Vereinigung „FC Wengerohr-Neuerburg“ gehörten Sportler der Orte Wengerohr, Bombogen, Berlingen, Belingen, Dorf und Neuerburg an. In der Bezirksklasse erkämpfte sich die „Tälermannschaft“ (wie sie scherzhaft-respektvoll genannt wurde) einen Platz im vorderen Mittelfeld und hatte so renomierte Mannschaften wie Bitburg, Daun, Schweich und Klüsserath auf dem Sportplatz bei Belingen zu Gast.

In den Jahren 1949 und 1950 stellte der Neuerburg das Gros der Elf und so wurden naturgemäß Bestrebungen, den alten SV Neuerburg 1936 neu zu erwecken, immer größer, zumal auch die anderen Dörfer auf eigenes, gutes Spielermaterial bauen konnten. So trennte man sich 1950 in Freundschaft.

1950

Am 6. Juni 1950 wurde dann die Wiedergründung vorgenommen. Erster Vorsitzender war Hubert Becker, Lehrer in Neuerburg. Unter seiner umsichtigen Leitung, unterstützt von Kassenwart Bernhard Ballmann und Schriftführer Hans Bastgen, wurden die erheblichen Anfangsschwierigkeiten schnell überwunden und der Spielbetrieb aufgenommen.

Bald registrierte man ca. 100 Mitglieder, und bereits im Spieljahr 1951/52 errang die 1. Mannschaft die Meisterschaft in der II. Kreisklasse Wittlich. Doch wie in den Gründerjahren spielte man auf der Wiese, in der „Hinzling“ und die Rufe nach einer eigenen angemessenen Sportplatzanlage wurden immer drängender.

Den unermüdlichen Bemühungen des Vereinsvorstandes war bereits 1950 insofern Erfolg beschieden, als die Gemeindevertretung Neuerburg ein hierzu geeignetes Gelände am „Jungenwald“ kostenlos zur Verfügung stellte.

Aber noch war es ein weiter Weg bis zur Fertigstellung, und ein lapidarer Satz aus einer Zeitungsnotiz von 1950 mag die Schwierigkeiten andeuten, mit denen man damals fertig werden musste: „Dem Verein wird es schwer fallen, den zugewiesenen Platz aus eigenen Mitteln zu einer richtigen Sportplatzanlage herzurichten.“

Doch auch hier half die Gemeinde mit einem ansehnlichen Geldbetrag beim Ausbau, und der Fußballverband Rheinland in Koblenz beteiligte sich mit einem namhaften Zuschuß und einer Planierraupe, welche in wochenlanger, schwerer Arbeit das Gelände ebnete.

1955

Mit einem Festakt im Rahmen des Sportfestes im Juni 1955 wurde der neue Sportplatz eingeweiht. Ein langgehgter Wunsch ging in Erfüllung.

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Schon im Jahr 1954 war ein neuer Vorstand gewählt worden, da Hubert Becker im Beruf und als Dirigent stark belastet war. Hans Thullen übernahm zum erten Male die Leitung des Vereins – es sollte eine längjährige, erfolgreiche Vorstandschaft werden.

Sportlich brachten die Jahre 1954/55 und 1957/58 Höhepunkte jeweils mit Erringung der Staffelmeisterschaften der B-Klassse Wittlich.

Nach 1960

In den 60er Jahren wechselten Höhen und Tiefen einander ab. Erwähnt sei hier die Zugehörigkeit zur A-Klasse Mosel im Spieljahr 1963/64. Auch in dieser Zeit gingen die Bemühungen um die Verbesserung des Sportplatzes weiter. So wurden Dränagen eingebaut und eine Rasenfläche angelegt. Die vorläufig letzten Schritte zum Ausbau des Sportplatzes ging der Verein 1972/73 mit der Erstellung eines Geräte- und Umkleideraumes und eines überdachten Stehplatzes von ansehnlicher Größe. Außerdem wurden eine Umzäunung und eine Ballfanganlage angebracht. Insgesamt sind fast 20.000,- DM investiert worden, wobei sich mit einem Betrag von 11.000,- DM die Stadt wittlich, der Landkreis und der Sportbund zu je einem Drittel beteiligten. Die Restkosten erbrachte der Verein aus Eigenmitteln und Eigenleistungen. Wenn auch viele Hände an diesem Werk schafften, so sei doch der Einsatz von Toni Schaaf hier hervorgehoben.

Im Jahre 1969 schaffte die 1. Mannschaft den Sprung in die 1. Kreisklasse. Es gelang den Spielern um Kapitän Egon Herres, trotz notwendiger Verjüngung der Mannschaft, die Klasse zu halten, wenn auch das Glück des Tüchtigen einige Male mit von der Partie war.

Die stetige Entwicklung des SV Neuerburg 1936 e.V. wäre nicht denkbar ohne die Männer, welche bisher die Geschicke des Vereins leiteten:

Jakob Bastgen
1. Vorsitzender
1936-1937
Josef Bauer
1. Vorsitzender
1938-1940
Hubert Becker
1. Vorsitzender
1950-1953
Hans Thullen
1. Vorsitzender
1954-1961
Hans Stroh
1. Vorsitzender
1962-1963
Hans Thullen
1. Vorsitzender
1964-1966
Hans-Dieter Liewer
1. Vorsitzender
1967-1968
Hans Thullen
1. Vorsitzender
1969-1973
Alois Stroh
1. Vorsitzender
1973-1975
Günther Jakobs
1. Vorsitzender
1975-1983
Reinhold Westhöfer
1. Vorsitzender
1983-1993
Dieter Völker
1. Vorsitzender
1993
Werner Bemsch
1. Vorsitzender
1994-2002
Helmut Meeth
1. Vorsitzender
2002-2004
Ralf Linden
1. Vorsitzender
2004-2012
Rainer Stoffel
1. Vorsitzender
2012-2015
Markus Jungbluth
1. Vorsitzender
2015 - ...

Es seien hier nur die jeweils 1. Vorsitzenden namentlich erwähnt, doch gilt unser Dank allen Vorstandsmitgliedern und Ehrenamtlichen Helfern, welche viele Stunden ihrer Freizeit in den Dienst des Vereins und des Sports stellten. Möge es dem SV Neuerburg 1936 e.V. auch weiterhin vergönnt sein, seinen festen Platz im Fußballsport der engeren und weiteren Heimat und innerhalb des Sportbundes und des Fußballverband Rheinland zu wahren.

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